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Mit Herz

Fast in jeder Diskussion kommt irgendwann der Punkt, an dem einer (ja es ist meistens ein Mann!) vorschlägt, „jetzt doch mal die Emotion beiseite zu lassen und die Dinge sachlich und systematisch abzuklären“.  Ich habe nichts gegen Rationalität, ganz im Gegenteil. Aber ich frage mich, ob wir die grundsätzlichen Probleme unserer Existenz „ganz ohne Emotion“ lösen können. Eine rein naturwissenschaftliche Analyse all dessen, was gerade rund um mich in der frühlingsgeprägten Natur geschieht, kann interessant sein – aber mit Herz hat man mehr von aufgehenden Saaten, Vogelgezwitscher, Akelei und Fliederduft. (Arme Schottergartenbesitzer – was fehlt euch alles!)
Was gutes Leben und sinnvolle Arbeit mit Emotion zu tun hat, wurde mir vor wenigen Tagen in einer Sendung des Bayerischen Rundfunks zu einer landwirtschaftlichen Frage vermittelt: Es geht in der Sendung um die Weidehaltung. Man hört da Bauern erzählen, dass sie beglückt eine über die Weide springende Kuh beobachten und sich so in ihrem Beruf wieder richtig wohl fühlen.
Die große Transformation braucht Verstand und Herz. Wissenschaftliche Ökologie braucht Naturliebe. Davon bin ich überzeugt.

Wer mehr von glücklichen Bauern und glücklichen Kühen erfahren möchte kann hier mal reinhören – es tut auch den Hörenden gut:  https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/selten-gesichtet-warum-sind-kaum-milchkuehe-auf-der-weide-100.html