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Bayerische ÖDP-Spitze kritisiert Steuergeldverschwendung und Naturzerstörung in Landshut:

"Die Ochsenau muss erhalten bleiben!"

ÖDP (Landesvorstand und Landshut)

ÖDP-Landesvorstandsmitglieder um die stellvertretende Vorsitzende Agnes Becker und den niederbayerischen Bezirksrat Urban Mangold haben die Ochsenau besucht. Die vor zwei Jahren eingeführte, bayernweite einmalige Ochsenbeweidung ist bislang am Rand des ehemaligen Militärareals relativ versteckt untergebracht. Die ÖDP möchte diese Beweidung, die auf das Mittelalter zurückgeht, auf die gesamte Fläche ausdehnen. Dies erbringt Vorteile für die Besucherlenkung und die Attraktivität der Fläche für seltene Vogelarten wie Wiedehopf, Ziegenmelker und Waldrapp und für Naturliebhaber gleichermaßen. Dafür schlägt die ÖDP-Planung auch einen Aussichtsturm vor. (von links nach rechts: Tobias Ruff, Dr. Stefan Müller-Kroehling, Urban Mangold, Agnes Becker, Martin Berberich und der Landshuter ÖDP-Vorsitzende Heiko Helmbrecht) (Foto: E. Raschke)

Eine Arche Noah randvoll mit bayernweit vom Aussterben bedrohten Arten, das ist die Ochsenau vor den Toren von Landshut. Sechs Hektar besonders wertvoller Magerrasenflächen könnten bald für ein sogenanntes „Grünes Zentrum“ vernichtet werden – ein Bauprojekt, das sich nach Ansicht der ÖDP in Landshut eigentlich erledigt haben müsste, seit die Stadt Abensberg im Landkreis Kelheim der Sitz des neu strukturierten AELF (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) ist.

„Das Vorhaben wäre daher nicht nur eine Zerstörung wertvoller Naturraums, sondern auch eine Steuergeldverschwendung in Millionenhöhe“, erklärten deshalb die stellvertretende ÖDP-Landesvorsitzende Agnes Becker und Bezirksrat Urban Mangold bei einem Ortstermin, zu dem der Landshuter ÖDP-Kreisvorsitzende Heiko Helmbrecht eingeladen hatte.

„Die Ochsenau ist der letzte größere Kalkmagerrasen des gesamten Unteren Isartals - eine Arche Noah mit zahlreichen Arten, die ihr einziges und letztes Vorkommen hier haben“, sagt Stadtrat Dr. Stefan Müller-Kroehling, der den Gästen die Wertigkeit des Areals anhand seiner Geschichte, Böden und vorkommenden Arten erklärte. Agnes Becker appelliert deshalb an ihren Volksbegehrens-Gesprächspartner Söder: „Machen Sie Ernst mit dem Naturschutz, erst recht durch Ihre eigenen Behörden! Stoppen Sie dieses potenzielle Skandalprojekt sofort und sparen Sie das Geld für sinnvolle Maßnahmen an anderen Landwirtschaftsamts-Standorten“. Im Zweifelsfall, so die ÖDP-Politiker, sollte der Standort Abensberg als Sitz des neu strukturierten AELF das Grüne Zentrum erhalten.

Hintergrundinformation Ochsenau

Interview mit Dr. Stefan Müller-Kroehling

Skizze "Grünes Zentrum"

Das „Grüne Zentrum“ und die geplante Wohnbebauung würden Großteile der vorhanden Kalkmagerrasens (pink) vernichten und den Charakter der gesamten „Kleinen Puszta“ unwiederbringlich verändern. (Grafik: Mostert.art)

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