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Direktkandidaten im Stimmkreis Passau-West:

Dankesreiter und Hofbauer treten für die ÖDP an

ÖDP Passau-West

Die ÖDP-Kreisvorstandsmitglieder (von links) Maria Schöfberger (Haarbach), Simon Löwen (Vilshofen) und Kreisrat Franz Sebele (Pocking) gratulierten Bezirkstagsdirektkandidatin Anita Hofbauer (Mitte) und Landtagsdirektkandidat Walter Dankesreiter (2.v.r.). Die Wahl leitete Bezirksrat Urban Mangold (rechts). Foto: ÖDP.

Vilshofen. Die ÖDP-Basis im Stimmkreis West hat am Mittwoch (18.1.) in Vilshofen ihre Direktkandidaten zur Landtags- und Bezirkswahl aufgestellt: Kreisrat Walter Dankesreiter aus Otterskirchen, Urgestein des biologischen Landbaus in der Region, tritt als Direktkandidat zur Landtagswahl an. Kreisrätin Anita Hofbauer aus Vilshofen, im Hauptberuf Schulleiterin in Ruhstorf und Tettenweis, ist Bezirkstagsdirektkandidatin. Beide wurden einstimmig gewählt. Zum Stimmkreis Passau-West gehören der südliche und westliche Landkreis Passau.

1982 hat Walter Dankesreiter die Wei­chen in Rich­tung Öko­hof gestellt und einen geschlos­se­nen Betriebs­kreis­lauf geschaf­fen. Es ist ihm „ein Herzensanliegen, die Weichen in der Agrarpolitik anders zu stellen“: „Viel sinnvoller als die Politik des ‚Wachsen oder weichen‘ sind klei­ne Hof­struk­tu­ren, mit der Aus­sicht, von der eige­nen Land­wirt­schaft leben zu kön­nen. Die Zukunft der Land­wirt­schaft ist für mich bio­lo­gisch. Denn bio­lo­gisch ist schöp­fungs­be­wah­rend, lang­le­big, bes­ser für Mensch, Tier und Natur. Frei nach dem Mot­to: Bebau­en, bewirt­schaf­ten, aber bewahren“, sagte Dankesreiter in seiner Vorstellungsansprache.

Im Wahljahr will der ÖDP-Kandidat deshalb auch Themen in den Vordergrund stellen, „die von den Parlamentsparteien nicht bearbeitet werden, obwohl sie von größter Bedeutung sind, wie beispielsweise das dramatische Artensterben. Vieles deutet darauf hin, dass diese Krise ein noch größeres Gefährdungspotential in sich birgt als alle anderen Krisen, die unsere Gesellschaft derzeit belasten“, so der ÖDP-Kandidat.

Anita Hofbauer treibt der Fachkräftemangel in der Pflege und die Unterfinanzierung von Krankenhäusern um: „Wenn Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger wegen Überlastung nicht mehr können, kann das dramatische Folgen haben“. Die ÖDP-Kreisrätin moniert zudem, dass sich "Bayern nicht so entwickelt, wie es in der Bayerischen Verfassung eigentlich vorgesehen" sei. „Der Flächenfraß verändert unser Land dramatisch. Wenn der reizvolle Wechsel zwischen historisch gewachsenen Orten und einer in Jahrhunderten entstandenen Kulturlandschaft nicht mehr erlebbar ist, dann ist Bayern nicht mehr bayerisch“, sagt die Bezirkstagskandidatin: „Wir verteidigen die Bayerische Verfassung, so wie sie wirklich gemeint war. Der Freistaat soll zum Vorreiter in Sachen Gemeinwohl-Ökonomie werden anstelle von Wachstumszwang und Profitgier“, sagen Hofbauer und Dankesreiter.

Ein weiteres wichtiges ÖDP-Ziel wollen sie in den Vordergrund stellen, auch wenn es besonders herausfordernd ist: „Es muss sich endlich die Einsicht verbreiten, dass wir alle die Ansprüche an unseren Planeten reduzieren und maßvoller konsumieren müssen. Die Forscher um Dennis Meadows und den Club of Rome haben schon vor 50 Jahren wissenschaftlich berechnet, dass es kein unbegrenztes materielles Wirtschaftswachstum geben kann. Aber ob die Politiker in den Parlamenten dieses Dogma jemals aufgeben?“

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