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Landkreis-ÖDP startet Petition: Familiäre Kinderbetreuung fördern, Kitas entlasten!

„Echte Wahlfreiheit gibt es nur, wenn auch die familiäre Erziehungsarbeit für unter Dreijährige honoriert wird“ – Kita-Personalengpässe „alarmierend“

ÖDP Passau

Sie starten im Landkreis Passau die ÖDP-Petition für eine bessere Anerkennung der familiären Erziehungsarbeit in den ersten drei Lebensjahren (von rechts): Fraktionsvorsitzende Agnes Becker, Kreisrat Karl Haberzettl, Kreisvorstandsmitglied Maria Schöfberger, die Kreisräte Franz Sebele, Anita Hofbauer und Walter Dankesreiter sowie Bezirksrat Urban Mangold.

Pocking/Vilshofen. Die Aussage von Sozialministerin Ulrike Scharf, dass „das System Kinderbetreuung die Belastungsgrenze überschritten“ habe, findet die Passauer ÖDP-Kreistagsfraktion „alarmierend“. Eine Petition an den Landtag soll die familiäre Kinderbetreuung fördern und die Kitas entlasten. Am Montag (28.11.) gaben die Kreisräte aus dem Passauer Land das Startsignal für ihre Initiative.

Das Ziel: Die familiäre Erziehungsarbeit für Kinder unter drei Jahren soll finanziell besser honoriert werden. Im Anschluss an das Elterngeld des Bundes soll der Freistaat zwei Jahre lang ein monatliches Landesfamiliengeld zahlen, das den staatlichen und kommunalen Kosten eines Krippenplatzes pro Kind und Monat entspricht. Das soll den Eltern den finanziellen Druck nehmen und die freie Entscheidung ermöglichen, ob sie ihre unter dreijährigen Kinder familiär betreuen oder in eine öffentliche Kita geben.

„Diese Wahlfreiheit würde auch die Kitas entlasten und dazu beitragen, dass der Betreuungsschlüssel eingehalten und verbessert werden kann. Und genau das wäre auch wichtig, weil gute Beziehungserfahrungen und sichere Bindung nur mit festen Bezugspersonen und einem optimalen Betreuungsschlüssel möglich sind. Deshalb führt das Vorhaben der Sozialministerin, den Kita-Betrieb durch geringer Qualifizierte notdürftig aufrecht zu erhalten, in die völlig falsche Richtung“, erklären Fraktionsvorsitzende Agnes Becker und Bezirksrat Urban Mangold.

„Die Lebensspanne von 0 bis 3 Jahren legt das seelische Fundament für das ganze Leben, das überwiegend über die Bindung zu den Eltern aufgebaut wird. Eltern sind die primären Bezugspersonen. Sie kennen ihre Kinder am besten und können in aller Regel ihre Bedürfnisse gut erkennen“, erklärt ÖDP-Kreisvorstandsmitglied Maria Schöfberger aus Haarbach, im Hauptberuf Krankenschwester im Krankenhaus Rotthalmünster.

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