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Landtags- und Bezirkstagswahl 2023 im Stimmkreis Deggendorf:

Rolf Sihr und Christian Kerschl treten für die ÖDP an.

ÖDP Deggendorf

Bezirksrat Urban Mangold (rechts) gratuliert den Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Stimmkreis Deggendorf (von links): Bezirkstagsdirektkandidat Christian Kerschl, Landtagsdirektkandidat Rolf Sihr, Bezirkstagslistenkandidatin Petra Nadolny und Landtagslistenkandidatin Astrid Ruschitschka (Foto: ÖDP)

Bei der Aufstellungsversammlung der ÖDP für den Stimmkreis Deggendorf wurden als Direktkandidaten der Kreisvorsitzende Rolf Sihr aus Moos (58, Dipl.-Bauingenieur (FH)) für den Landtag und sein Stellvertreter Christian Kerschl (52, Dipl.-Maschinenbauingenieur (FH)) für den Bezirkstag aufgestellt. Gemeinsam wollen sie dafür kämpfen, dass die ÖDP erstmals den Sprung in den Landtag schafft.

Beide erhielten von den anwesenden ÖDP-Mitgliedern aus dem Kreisverband Deggendorf ein einstimmiges Votum. Die Wahl leitete ÖDP-Bezirksrat Urban Mangold aus Passau, der zunächst in seinem Grußwort auf den Artikel 141 der Bayerischen Verfassung einging. „Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sollte wichtiges Leitziel des Regierungshandelns sein, leider erleben wir vielfach das Gegenteil“, so Mangold.

In seiner Vorstellungsrede ist Rolf Sihr auf die Forderung der CSU nach Laufzeitverlängerung bzw. den erneuten Ausbau der Atomenergie eingegangen. „Auch nach über 60 Jahren Atomstrom wissen wir heute immer noch nicht wohin mit dem gefährlichen, radioaktiven Atommüll“, so Rolf Sihr. „Wenn es um die Endlagersuche geht, soll diese aber nach Meinung der CSU nicht bei uns erfolgen“. „Wer keinen Atommüll möchte, darf auch keinen produzieren“, so die Auffassung von Sihr. Auch der Forderung nach Gasgewinnung durch Fracking erteilte er eine klare Absage. Die Risiken für Mensch und Natur sind nicht absehbar.

Vielmehr sieht Rolf Sihr die Lösung vieler unserer Probleme und Krisen in der Abkehr von der auf unendliches Wachstum ausgerichteten Wirtschaftspolitik und einen damit verbundenen maßhaltigen und nachhaltigen Konsum. Hier erinnerte er daran, dass vor genau 50 Jahren Dr. Dennis Meadows in seinem Wissenschaftsklassiker „Die Grenzen des Wachstums“ aufgezeigt habe, „dass es auf einem begrenzten Planeten kein unbegrenztes Wachstum geben kann“.

Christian Kerschl hat in seiner Vorstellungsrede Bezug auf den öffentlichen Verkehr genommen. „Man gewinnt den Eindruck, dass dieser immer schlechter wird. Die herrschende Energie- und Klimakrise machen aber eine schnelle Mobilitätswende erforderlich. Durch den häufigen Schienenersatzverkehr und Zugverspätungen fällt die Bahn als Verkehrsmittel zu Terminen faktisch aus“, sagte Christian Kerschl. „Zwischen Deggendorf und München ist man so auch mal 4 Stunden unterwegs“. In diesem Zusammenhang verwies er auch auf den notwendigen zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Plattling und Landshut, der nunmehr schon seit Jahrzehnten erfolgreich verschleppt wird. Von einem 49€-Ticket für den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr kann man letztendlich nur profitieren, wenn dieser auch angeboten wird. „Hier hat Niederbayern und insbesondere der Landkreis Deggendorf einen sehr großen Nachholbedarf“, so Kerschl.

Die Tagesordnung sah auch eine Empfehlung für Listenkandidaten sowohl für die Landtags- als auch die Bezirkstagswahl vor. So entschieden sich die Anwesenden einstimmig dafür, dass Astrid Ruschitschka aus Osterhofen einen Platz auf der Landtagsliste erhalten soll. Die Kreis- und Gemeinderätin Petra Nadolny aus Niederalteich soll auf der Bezirkstagsliste vertreten sein. Wie Urban Mangold mitteilte, erfolgt die Aufstellung der Listen am 04. Februar 2023.

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