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ÖDP-Aktive sammeln Zigarettenkippen ein:

Hirtreiter: „Der Stadtplatz ist voller Giftmüll!“

Sie sammelten Zigarettenkippen in Straubing ein (von links): Kreisrat Bernhard Suttner und ÖDP-Bundestagskandidat Michael Hirtreiter.

Mit Akkustaubsauger und mechanischer Kneifzange machten sich am vergangenen Samstag Bundestagskandidat Michael Hirtreiter, Stadtrat Hans-Jürgen Hahn und Kreisrat Bernhard Suttner rund um den ÖDP-Infostand daran, die herumliegenden Zigarettenkippen einzusammeln. Im Verlauf von zwei Stunden wurden alleine im nördlichen Teil des Theresienplatzes an die 1000 Zigarettenstummel eingesammelt.

Jede einzelne Kippe enthält nach seriösen Quellen eine Vielzahl von Giften. Enthalten ist nicht nur das für viele Wassertiere tödliche Nervengift Nikotin sondern auch Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. „Eigentlich ist der Stadtplatz eine Lagerstätte von Sondermüll“ stellte Hirtreiter fest.

Aber nicht nur die genannten Gifte sind ein Problem. Die Zigarettenfilter bestehen aus dem Kunststoff Celluloseacetat und bleiben in der Umwelt über viele Jahrzehnte als Microplastikmüll erhalten. Im Magen verendeter Seevögel und Fische findet man immer wieder diese Zivilisationsrückstände.

Die rechtliche Lage ist eigentlich eindeutig: Das Wegwerfen von Abfall aller Art in den städtischen Raum oder in die freie Natur ist verboten und kann als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld geahndet werden. Da es sich bei Zigarettenkippen um einen umwelt- und gesundheitsgefährdenden Abfall handelt, kann das Wegwerfen nicht als Kavaliersdelikt aufgefasst werden. Hans-Jürgen Hahn sieht Handlungsbedarf und bereitet derzeit einen Stadtratsantrag zum Problem vor: „Das Wegwerfverbot muss zu einem öffentlichen Thema gemacht werden.“

Am kommenden Samstag wollen die ÖDP-Aktiven mit der Sammelaktion weitermachen: Hirtreiter: „Dann schauen wir uns auf dem Ludwigsplatz um.“

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