ÖDP hat Kreistagsliste aufgestellt – Agnes Becker mit 100% als Landratskandidatin nominiert

Starkes Bündnis von Menschen mit Verantwortungsgefühl für Natur und Gerechtigkeit

Die ÖDP Passau-Land und die Wählergruppe Parteifreie Umweltschützer haben am Dienstag (10.12.) ihre gemeinsame 70-köpfige Kreistagsliste aufgestellt. Auf Platz 1 steht Kreisrätin Agnes Becker aus Wegscheid. Sie wurde ebenfalls an diesem Abend mit dem Traumergebnis 100% zur gemeinsamen Landratskandidatin gekürt. Auf Platz 2 und 3 folgen Kreis- und Stadtrat Franz Sebele aus Pocking und Maria Schöfberger, Krankenschwester aus Haarbach. Anita Hofbauer, Kreisrätin aus Vilshofen sowie Kreis- und Gemeinderat Walter Dankesreiter aus Otterskirchen belegen die Plätze 4 und 5. Die weiteren Kandidaten unter den TOP 10: Sprecherin der Parteifreien Umweltschützer Dr. phil. Dorothea Kobler-Trill aus Neuburg am Inn (Platz 6), Suchttherapeut Julius Krieg aus Fürstenzell (7), Gemeinderätin Erika Schäffner-Hofbauer aus Wegscheid (8), Vorsitzender des BUND Naturschutz Karl Haberzettl aus Salzweg (9) und die Bildungsreferentin Christine Sonner-Clemens aus Hauzenberg (10).

Die Wahlleitung übernahm ÖDP-Bezirksrat und Passauer Bürgermeister Urban Mangold, der sich über die geballte Naturschutzkompetenz auf der ÖDP-Liste freute. Neben Karl Haberzettl und Jürgen Geyer (13) vom BUND Naturschutz, kandidieren Christine Walter (14) von der BI Zum Schutz des Bannwalds und frisch gewählte Bürgermeisterkandidatin aus Neuburg am Inn, der Forstamtsleiter i. R., Elmar Thumbach (19) aus Bad Griesbach, der Neuburger Günter Kunkel (25), 1. Vorsitzender des Bienenzuchtsvereins Passau sowie Dr. Rudi Ritt (21), Schmetterlingsexperte und Zahnarzt aus Hauzenberg und Ralf Eibl (34), 1. Vorsitzender des Bezirksfischereivereins Passau u. Umgebung. Mangold bescheinigte:  „Wenn angesichts der Klimakrise und Waldschutzdebatte Förster, Fischer, Imker und Naturschutzvorsitzende für uns kandidieren, kann nichts deutlicher zeigen, dass wir mit unserem Engagement richtig liegen.“ Und Mangold wagte noch eine Vision: „Mit Agnes Becker als Landrätin und Urban Mangold als Oberbürgermeister steht einer ernstgemeinten und ehrlich gemachten Klimapolitik nichts mehr im Wege.“

Über die vielen Landwirte auf der Liste freute sich ÖDP-Kreisrat Walter Dankesreiter, selbst Biobauer seit 1982: „Sieben Kandidatinnen und Kandidaten aus der aktiven Landwirtschaft, damit stellt diese Berufsgruppe 10% der Liste! Das zeigt uns, dass wir sowohl mit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ als auch mit der Kritik an einer völlig verfehlten Agrarpolitik, jahrzehntelang verantwortet von Bauernverband und CSU, absolut richtig liegen. Bäuerlich arbeitende Landwirte kandidieren für die ÖDP. Toll!“

„Ein besonderes Markenzeichen der Liste sind auch die vielen Frauen und Männer, die sich in Heil- und Pflegeberufen sowie in Erziehung, Bildung und Beratung um heranwachsende, kranke, alte und ratsuchende Menschen kümmern“, sagte Maria Schöfberger, selbst seit über 30 Jahren als Krankenschwester tätig. Gleich acht Ärztinnen und Ärzte bekennen sich mit ihrer Kandidatur zur Umweltpolitik der ÖDP. Das Bewahrende und Schützende, der Respekt vor dem Leben und das klare Bekenntnis, dass es auf einem begrenzten Planeten kein unbegrenztes Wachstum geben könne, eine alle auf der Liste, so Schöfberger.

Franz Selebe resümiert: „Dass ein so starkes Bündnis mit großem fachlichen Wissen und einem noch größeren Verantwortungsgefühl gegenüber den kommenden Generationen zusammengekommen ist, ist fantastisch.“ Und noch etwas freut ihn: Auch ohne Quote habe man bewiesen, dass aktive Frauen in der ÖDP immer zum Zug kämen. Der Frauenanteil der Liste liegt bei fast 45 Prozent.

Deutliche Worte fand Landratskandidatin Agnes Becker als sie ein Fazit der zu Ende gehenden Kreistagsperiode zog: „Eines der Dinge, die man im Kreistag am besten kann, ist das Eigenlob. Es läuft immer gleich: Vorschlag oder Nachfrage der Opposition, gefolgt von Selbstlob und empörten Verweisen der Mehrheit auf das bisher Erreichte, und sei es noch so klein.“ Wünschen würde sich Becker ein ernsthaftes Anerkennen der Lage, insbesondere beim Klimaschutz, und tatsächlichen Konsequenzen daraus für das politische Alltagsgeschäft und zwar bei jeder Entscheidung, egal, ob es um die Sanierung von Schulen, um den Kauf von neuen Fahrzeugen oder um Verkehrsprojekte gehe. Die Klimarelevanz müsse bei jeder Entscheidung voran gestellt werden, so Becker. Der gerne von Landrat Meyer verwendete Satz, man sei „hier im Kreistag und nicht bei der UN“, diene dazu das Gegenüber mundtot zu machen und lasse jede Erkenntnis vermissen, dass auch der Landkreis Passau Teil des Ganzen sei. 

Zur Nagelprobe könne die am 10. Dezember im Kreistag verabschiedete die Nachhaltigkeitsstrategie werden. Der Schritt war nach Ansicht der ÖDP-Kreisräte richtig, aber viel zu klein: „Wir sind optimistische Menschen, aber es bleibt erstmal abzuwarten, ob die beschlossene Strategie auch tatsächlich zu Änderungen in der Kreispolitik führt.“ Die Befürchtung, dass die Nachhaltigkeitsstrategie in Zukunft vor allem als Alibi herhalten müsse, sei durchaus vorhanden.

Becker bedankte sich zum Abschluss ihrer Bewerbungsrede bei den Anwesenden, stellvertretend für viele andere Aktive im Natur- und Umweltschutz: „Im Landkreis Passau kann man gut leben, weil es Leute wie Sie gibt, die unsere Heimat gegen sinnlose Verkehrsprojekte wie die Nordtangente, immer neue Umfahrungen und zusätzliche Einfädel- und Beschleunigungsspuren, irrwitzige Infrastrukturmonster wie den Pumpspeicher in Riedl oder gegen die Rodung des Bannwalds in Neuburg am Inn verteidigen. Ich danke Ihnen dafür und verspreche, dass die ÖDP zusammen mit den Parteifreien Umweltschützern auch weiterhin Ihre Stimme im Kreistag sein wird.“

 Liste ÖDP - PU

Auf dem Foto von links nach rechts: Florian Obermeyer, Arno Blaschek, Dr. Matthias Haun, Josef Hauser, Veronika Anetzberger, Jürgen Geyer, Walter Dankesreiter, Anita Hofbauer, Jürgen Weikl, Maria Schöfberger, Franz Sebele, Dr. Rudi Ritt, Agnes Becker, Julius Krieg, Doris Fliegerbauer, Ingrid Ohly, Elmar Thumbach, Christine Walter, Martin Höfler und Urban Mangold.


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