Von Klimaschutz bis Pflegeoffensive

Zu einer Wahlveranstaltung hatte die Liste Aktive Bürger/ÖDP geladen. Inhalt dabei auch gemeinsame Themen von Landkreis und örtlicher Gemeinde.

Kreis- und Marktrat Franz Zirngibl begrüßte die Zuhörer und Kandidaten, darunter die Kreisräte Alois Aigner und Karl Wolf. Bevor sich die Bewerber vorstellten ging Zirngibl auf aktuelle Themen der Gemeindepolitik ein. Anschließend übergab er das Wort an Landratskandidat Karl Wolf. „Nach zwei Jahrzehnten Verantwortung als Kreisrat kenne ich den Landkreis und traue mir das Amt zu“, so Wolf. Als Gemeinderat habe er Erfahrung sammeln können. Insgesamt stehe der Landkreis mit seinem Angebot nicht zuletzt dank seiner Finanzkraft hervorragend da, so Wolf`s positive Bilanz. Seine Fraktion setze sich seit Jahren für alle Belange der Daseinsvorsorge ein, so sein Rückblick. Die Bürger auch in den Gemeinden würden stark von den Investitionen beispielsweise in die Schulen und Kliniken profitieren. Bei den Krankenhäusern gehe es aber längst nicht mehr nur um Investitionen sondern darum, wie man genügend Fachkräfte zur Aufrechterhaltung des Betriebes bekomme. Ihm schwebe hier eine „Pflegeoffensive“ zur Fachkräfteanwerbung vor. Er könne im Übrigen als einziger Bewerber auf Klinikerfahrung verweisen. Vor Ort angepackt werden müssten aber auch weitere Themen wie Klimaschutz und Energiewende, so Wolf weiter. Hier sehe er vielfältige Aufgaben für den Landkreis: Ob bei eigenen Liegenschaften oder in einem besseren Beratungsangebot. Auch an einem Industriestandort bleibe ein starker Mittelstand bei Handwerk und Dienstleistung der beste Garant für eine gesunde Entwicklung, so Wolf`s wirtschaftliches Credo. Die technologische Transformation der Digitalisierung gelte es aktiv zu gestalten und Menschen mitzunehmen. Nachdem der massive Flächenverbrauch bei vielen Bürgern die Grenze der Akzeptanz erreicht habe, müssten auch neue Konzepte einer nachhaltigen Landnutzung diskutiert werden. Im Übrigen müsse man Ökologie und Ökonomie wieder gemeinsam zu denken, woraus sich viele Ansätze für wirtschaftliche Stärke und Arbeitsplätze ergeben würden. Die jetzige Wirtschaftsförderung möchte er in diesem Sinne zu einem „Büro für Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit“ umbauen. Nachholbedarf habe der Landkreis beim Ausbau eines öffentlichen Verkehrsangebots. Was die E-Mobilität betrifft, müsse man ideologiefrei die Herausforderungen annehmen. Insgesamt stehe er für einen Landkreis geprägt von Herz und Verstand, so Karl Wolf abschließend. Gute Angebote für Kinder, Jugendliche aber auch ältere Menschen seien dabei ebenso wichtig wie ein abwechslungsreiches Kultur- ,Freizeit- ,Sport- und Bildungsangebot sowie eine nachhaltige Wirtschaft. Dem auszugsweisen Referat über einige Landkreisthemen schloss sich eine intensive kommunalpolitische Diskussion mit den zahlreich erschienenen Zuhörern an.

Karl Wolf skizierte Punkte einer nachhaltigen Landkreisentwicklung.


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