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ÖDP kritisiert Sendemast neben dem Mahnmal für die NS-Opfer:

„Das ist entwürdigend und beschämend“

Die ÖDP-Stadtratsfraktion kritisiert die von der Stadt Passau erteilte Baugenehmigung für den 36 Meter hohen Sendemast an der Innpromenade, der jetzt wegen der Absage der EU-Verkehrsministerkonferenz doch nicht gebraucht wird. „Dafür erntet OB Dupper bei uns nur Kopfschütteln“, sagen die Stadträte Michael Schöffberger und Urban Mangold im Namen ihrer Fraktion: „Der Sendemast mit unansehnlichem Beton-Fundament zwei Meter neben dem Mahnmal für die Opfer der NS-Gewaltherrschaft ist mehr als erklärungsbedürftig“.

„Es ist beschämend, dass dieser Ort Passauer Erinnerungskultur entwürdigt wird. Das Mahnmal für die Opfer wird optisch geradezu verdrängt. Wer hat sich das bloß ausgedacht? So etwas hätte der OB nie genehmigen dürfen“, kritisieren Mangold und Schöffberger.

Auch wenn geplant gewesen sei, dass der Sendemast nur einige Wochen an der Innpromenade steht, sei das außerdem „ein sehr unsensibler Umgang mit der schönen Parkanlage an der Innpromenade, die den Passauern ans Herz gewachsen ist“. „Das lässt auch in Zukunft das Schlimmste für diesen stadtbildprägenden Ort befürchten“, so Mangold.

Abgesehen davon finden die ÖDP-Stadträte diesen Aufwand für eine Verkehrsministerkonferenz „maßlos übertrieben“.

„Unsensibler kann man mit dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus nicht umgehen“, bedauert die ÖDP-Stadtratsfraktion. In Passau wird das Mahnmal gegen die NS-Gewaltherrschaft optisch beinahe verdrängt durch einen Mobilfunkmast, der temporär für die EU-Verkehrsministerkonferenz aufgestellt wurde, die Andreas Scheuer jetzt absagen musste.


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